Fußreflexzonenmassage

Für die Begriffsbestimmung der Reflexzonen am Fuß ist das Wort Reflex nicht sehr eng begrenzt.

    Im Sinn des Reflektierens eines Gesamtbildes auf eine andere
    Fläche (Organ – Fußsohle).

    Zur speziellen Kennzeichnung bestimmter Abschnitte am Fuß, die in direkter Beziehung zu Organen stehen (Segment & Reflex, Siehe oben)

Bei der Zoneneinteilung wird das Fußpaar als Einheit betrachtet. Die Reflexzonen befinden sich nicht nur auf den Fußsohlen, sondern auch am Fußrücken, an der Innen- und Au§enseite bis an beiden Knöchel reichend. Das Gesamtbild des Körpers kann man sich verkleinert auf die Füße projiziert vorstellen. Jedes Organ jedes große Gelenk, die Wirbelsäule usw. hat in der Regel eine Projektion am Fuß.

Bei der Ausführung der Fußreflexzonenmassage wird der Druck mit dem Daumen oder mit den Fingerkuppen auf die Oberfläche des Fußes ohne Hautverschiebung ausgeübt und so ins Gewebe Übertragen. Das Vorwärtsbewegen erfolgt durch Abbiegen und Strecken des Daumens, wobei eine wellenförmige rhythmische Bewegung, ohne den Hautkontakt zu verlieren, erfolgen soll. Für die Intensität des Druckes und das Arbeitstempo gelten allgemein folgende Grundregeln: Erregtes beruhigen, Erschlafftes anregen.

Bei der Behandlung soll der Patient in möglichst bequemer Stellung befinden. Einengende Bekleidung wird gelockert, damit das freie, ruhige Atmen nicht gestört wird.

Der Masseur nimmt zu Beginn der Fußreflexzonenmassage mit seinen Händen Kontakt zu den Füßen auf, indem er einige Streichungen durchführt. Dadurch gewinnt er einen ersten Eindruck über Hautbeschaffenheit, Temperatur und Gewebetonus. Um das richtige Maß der Druckdosierung für die Behandlung zu ermitteln, achtet man auf die spontane Reaktion des Patienten bei den ersten Druckimpulsen. Da der gleichstarke Druck an verschiedenen Stellen am Fuß verschiedenartige Empfindungen auslöst, ergibt sich daraus eine Vergleichsmöglichkeit zwischen gesundem Gewebe und einer gestörten Reflexzone.